27 Juni 2013

Florilegium II

Die automatische Wortvervollständigung meines Handys schlägt mir eine „Affäre“ vor, wenn ich doch eigentlich „Bedarf“ tippen wollte. Einen gewissen Zusammenhang kann ich da dann aber doch auch nicht abstreiten.
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Je länger ich kein Fleisch mehr esse, desto unlogischer käme es mir vor, es zu tun. Und genau gleich geht's mir mit dem Heiraten! Was für ein absurder Gedanke.
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Gegen den Strom schwimmen ist gar nicht schwer. Alle gehen einem aus dem Weg. (ausprobiert am Bahnhof Basel, allein gegen gewaltige Pendlermassen)
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Wie schön die Menschen sind, wenn sie sich unbeobachtet fühlen. (ausprobiert immer wieder von der Terrasse meines Lieblingsrestaurants herab)
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Das Wort „Problem“ kommt aus dem Griechischen und bedeutet etwas, das direkt vor unserer Nase liegt!
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Gelesen auf einem Schild direkt vor einem See: Ausser Betrieb.
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Stille Wasser sind im Fall oft auch mief.
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Was ist das Gegenteil von Blues? Yellows?
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Wie lautet das Verb zum Nomen „Diskrepanz“? Diskrepieren?
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Ein kleiner Junge im Zug. Er schaut zum Fenster raus und kommentiert, was er sieht. „Lueg Papi, en Iistee-Zug!“
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Wie viel Aufmerksamkeit wir unwichtigen Dingen wie Arbeit, Ausgang oder Smalltalk schenken und wie nebenbei wir die eigentlich lebenswichtigen Dinge tun: Atmen, Essen, Sein.



20 Juni 2013

With Arms Wide Open

Ich mag Zufälle. Ab und zu fällt mir einer auf, der ziemlich schicksalhaft daher kommt. Daher kommt es, dass ich auch das Schicksal mag. Mag sein, dass das alles nur Konzepte sind, dass beides verkehrt ist. Aber so lange ich das Gefühl habe, es verkehren alle Züge meines Lebens planmässig, ohne dass ich den Fahrplan kenne, bin ich zufrieden. Zum Frieden fährt mich jeder ein Stück näher hin. Planen tu ich nichts, fahre ins Blaue hinaus, ziehe es vor, einfach ins Grün raus zu schauen und zu sehen, was vorm Fenster vorbeizieht. Vorbei die Zeiten, in denen ich dachte, ich müsste den Zug selber lenken. Wie sollte ich, ich bin bloss Passagier. Alles passiert, es passiert mich. Etwas kommt, ist da, und geht wieder. Das geht gut, solange ich ihm nicht nachschaue oder vorausschauen will, was als nächstes kommt. Das Nächstbeste ist immer das Beste, das Wort sagt es ja schon. Ich muss schon sagen, ich mag Zufälle. Ab und zu fällt mir auf, dass einem eigentlich alles zufällt, wenn man nur mit offenen Armen durch's Leben geht. Dass Leben nicht so gut geht, wenn man es selber machen will. Entweder man klammert sich an die Zügel oder man breitet die Arme aus. Beides zusammen geht nicht.

07 Juni 2013

Tränen lachen? Hier!

Oh du heilige Fortuna! Wie cool ist das denn, endlich versteht man da mal was!! ;)

05 Juni 2013

Von Männern und anderen Wundern der Natur

Den Herrn ey-machst-du-Witzemann haben wir ja hier bereits kennengelernt. Den Traummann gibt es nicht (zum Glück!) und für einen Schneemann hat es in diesem Mai wider Erwarten dann doch nicht gereicht (auch zum Glück). Aber! Jetzt hab ich doch tatsächlich meinen momentan absoluten Lieblingsmann gefunden: Den Herrn Gundermann! Ein regelrechter Wundermann. Das glaubt ihr nicht, der lebte, ähnlich dem Herrn Riebmann in der Wand, monatelang unerkannt neben und mit mir im Garten!

01 Juni 2013

Florilegium

Die Motivation sich mitzuteilen gründet praktisch immer darin gemocht zu werden.

Weinkenner sind Schnurris. Entweder man mag einen Wein, oder nicht. Dazu gibt es nichts zu sagen.

Apropos. Warum ist die Flasche von Rotwein grün? (Denn die von Weisswein ist weiss!)

Die Welt ist eine andere als lebensgrosser Teddybär.

Kleine Kinder haben recht! Wenn ich die Augen schliesse, dann sieht man auch mich nicht. Gewissermassen.

Schon mal überlegt? Am Morgen im Wald singen so viele verschiedene Vögel wild durcheinander - aber nie klingt es falsch. 

31 Mai 2013

Stell dir vor!

Da muss schon immer erst etwas passieren, bevor sich etwas ändert!
Es braucht einen Supergau mit verheerenden Folgen, damit das Thema Atomkraft überhaupt mal auch nur ein bisschen ernsthafter diskutiert wird. Es muss erst das herzallerliebste junge Büsi meiner Nachbarn überfahren werden, bevor die Anwohner der betreffenden Landstrasse bereit sind mit einer Landstrassen entsprechenden Geschwindigkeit zu fahren. Und ich muss immer erst krank werden, bevor ich bereit bin kürzer zu treten. Warum ist das bloss so? Wir reden uns immer wieder ein sicher nochmal durchzukommen mit etwas, wovon wir wissen, dass es eigentlich nicht so toll ist. Diesmal klappt es bestimmt (noch)! Ach, was sollte schon passieren. Nee, warum ändern, alles beim Alten belassen ist doch viel weniger anstrengend. 
Den Rest verdrängen wir meisterlich.
Ich möchte so ein Verhalten oberdumm nennen! 
Aber (und!) es scheint einfach menschlich zu sein. Ein Naturgesetz vielleicht sogar? Lernen muss weh tun. Sonst bleibt einem die Lektion nicht.

30 Mai 2013

Plastikwelt II

Wer beim Betrachten dieser Bilder dachte, oje, dumme Vögel, selber Schuld, wenn sie solches Zeug fressen, soll noch ein zweites Mal überlegen, wer in dieser Geschichte der wahre Dumme ist. Denn natürlich gelangt das Plastik, das die Fische und Vögel fressen, in die Nahrungskette. Aber nicht nur auf diesem Weg kommen auch wir zu unserem täglichen Plastik. Plastik ist überall. Wir trinken es mit dem Wasser, essen es vom Take Away Geschirr, nehmen es durch unsere Haut auf und atmen seine Dünste ein. Ganz zu schweigen von den Leuten, die es sich freiwillig auch noch in den Körper pflanzen lassen.
Die östrogenähnlichen Substanzen darin machen zuerst aus den Fischen Zwitter und dann aus uns. Bei den Männern fängt das jetzt schon an: Verringerte Fruchtbarkeit, vergrösserte Brüste. Bitte nimm dir fünf Minuten (oder noch besser, Zeit für den ganzen Film^^):

28 Mai 2013

Plastikwelt I


Wenn du mehr wissen willst: Plastikwelt II.

21 Mai 2013

Hier werden Sie geholfen

Die Freizeitsanitäter in meinem kleinen Drama der Woche hätten es doch sicher nur gut gemeint, wollten nur helfen. Das ist so die allgemeine Reaktion auf die Geschichte. Mag sein.

Aber was ist Helfen? 

Hilft es einem Patienten, ihn mit unzähligen Fragen zu überhäufen? Hilft es ihm, gegen seinen Willen irgendwelche Massnahmen zu ergreifen oder ihm Dinge einflössen zu wollen?
Aus eigener Erfahrung weiss ich nun: Nein, im Gegenteil, das hat alles nur noch schlimmer gemacht. Hat unnötig Angst geschürt.
Das also ist definitiv nicht Helfen.

Helfen scheint etwas ganz schwieriges aber gleichzeitig auch total simples zu sein. Es bedeutet, jemandem das geben zu können, worum er bittet oder herauszufinden, was der Mensch sonst noch brauchen könnte. Dies alles aber ohne ihm etwas aufzudrängen. Dafür braucht es Einfühlungsvermögen und die Fähigkeit sich selbst zurück zu nehmen. 

Bei Letzterem liegt wohl der Hund begraben. Sich selbst zurück nehmen. Ohne das funktioniert ja auch Ersteres nicht. Wie oft nennen wir unser Tun "Helfen", dabei ist es nur eine äusserst raffinierte Tarnung, um unsere eigene Angst oder Unsicherheit zu verdecken. Eigentlich doch meistens, wenn wir ehrlich sind. Bei mir war das bisher auch so, wie mich diese kleine Episode lehrt - und zwar nicht nur in Situationen, wo es um die Gesundheit geht. Ich möchte mich in Zukunft noch mehr achten. Wann ist mein Helfen wirklich hilfreich für den anderen und wann nur Ablenkungsmanöver für mich, auf Kosten des anderen?  Und wann dränge ich sogar jemandem etwas auf, nenne es Helfen, weil "ich es doch nur gut meine", aber eigentlich ist es mehr Vergewaltigen, eine Invasion, weil die Person gar nicht darum gebeten hat?

Ich glaube ich habe eine Lektion darüber gelernt, was echte Hilfe sein kann. In Notsituationen sind es simple, einfache Dinge von Mensch zu Mensch. Da Sein zum Beispiel. Halten. Ein Gefühl von Geborgenheit geben. Ich bin kein Arzt, also sollte ich auch nicht versuchen einen zu spielen.

Und in allen anderen Situationen ist es eigentlich immer die grösste Hilfe, wenn man gar nicht erst versucht, zu helfen.