Montag, 22. Juni 2009

Wer wie was?

Es gibt so Minuten, da prasseln die (nonsense) Fragen nur so auf mich ein. Wie heute Abend. Auf der Tramfahrt vom KNIE nach Hause sind mir folgende Mysterien aufgefallen und nicht mehr aus dem Kopf gegangen:

Warum ist die Liniennummer eines Trams eigentlich auch hinten angeschrieben? (Etwa damit man ja sieht, dass man seins grad knapp verpasst hat? Irgendwie fies.)

Warum sind überknöchellange weisse Socken einfach nur hässlich, hingegen unterknöchelkurze irgendwie besonders sexy?

Warum fängt es grad zu regnen an, nachdem ich per SMS stolz verkündet hatte, dass es in Basel den ganzen Tag keinen Tropfen, sondern v.a. Sonnenschein gegeben hat?

Ach ja und noch einer hintendrein: Sind die übergrossen, vom Boden aus kaum lesbaren Haltestellenbeschriftungen im Gundeli für Passagiere gedacht, die vom Flugi aufs Tram umsteigen müssen??!

Ich erhoffe mir Antworten! Danke :)

Mittwoch, 17. Juni 2009

Ein bisschen schwarz muss sein

Trouvaille am Bahnhof Lichtensteig.


Mphf! Aborte?! Am Bahnhof??! Da blieb mir glatt das Studifutter im Halse stecken!

Wie sich die Bedeutung der Worte doch verschieben kann...Vielleicht wäre es zeitgemässer und vor allem weniger anstössig, dieses Schild bald einmal auszutauschen und "WC" an dritter Stelle hinzuschreiben - nicht dass der Bahnhof noch zur grad-mal-schnell-zwischendurch-Abtreibungsklinik verkommt.

Donnerstag, 4. Juni 2009

Blaib noch, main Mai!

Jetzt ist er da der Juni und wir können nichts mehr dagegen tun. Ich weiss nicht genau, was alle (ich inklusive) dagegen hatten, dass er kommt, er ist ja nun wirklich kein Leider. Aber von letzter Woche, der letzten Maiwoche also, erinnere ich mich noch an mehrere Situationen, die schlagkräftig beweisen, dass niemand den herannahenden Juni so richtig wahrhaben wollte.
Beispiel 1 vom 27. Mai: Meine Römerfreundin und ich wollten uns als Helferinnen fürs Römerfest anmelden. Seit ewig wollten wir das. Von daher kam es dann wohl auch, dass wir das Gefühl hatten, die Anmeldefrist Ende Mai sei und bleibe immer noch ewig weit weg, worauf wir die Anmeldung doch fast verpatzten.
Beispiel 2 vom 28. Mai: Meine Cambridge Advancedfreundin erzählte mir beim Mittagessen, dass das ihr zur Prüfungsvorbereitung essentielle Sprachenzentrum Ende Mai für einen Monat schliesse, weswegen sie dort jetzt noch extrem Gas geben müsse, was sie sehr unter Druck setze. Ich verstand ihren Stress erst, als sie mir erläuterte, dass das Ende des Monats bereits am nächsten Tag sei (was ihr selber leider auch erst reichlich spät bewusst geworden war).
Beispiel 3 vom 29. Mai: Meine Sprachendienstfreundin erzählte mir enerviert von ihrer pubertierenden Tochter, die diesmal nun wirklich zu weit gegangen sei. Sie habe ihr darauf in ihrer Wut rätschbäng deftigen Hausarrest aufgebrummt, was sie vorher noch nie getan hatte, weil sie es nicht so habe mit Strafen austeilen. Und das hat sie wahrlich nicht im Griff - genau so wenig wie den Kalender: Sie gab ihrer Tochter Hausarrest bis Ende Monat :D

Samstag, 30. Mai 2009

Facetten der Liebe

In meinem Dialekt gibt es keine eins zu eins Entsprechung zum standarddeutschen "ich liebe dich", mit dem ich meinem Freund meine Liebe erklären könnte - es gibt nur "i ha di gärn", was aber eben nicht exakt das selbe ist. Will ich mich trotzdem der deutschen Variante bedienen, also sie in meine Sprache transferieren, fühlt es sich unecht und aufgesetzt an. Authentisch ist und bleibt allein "i ha di gärn".

Und doch bedauerte ich stets das Fehlen einer "stärkeren" Variante und beneidete die Deutschsprachigen um diese Möglichkeit der Liebeserklärung.
Bis mir jetzt bewusst wurde, dass es dafür umgekehrt im Deutschen kein würdiges Äquivalent für "i ha di gärn" gibt, das, an enge Freunde oder Familie gerichtet, eine ganz eigene Nuance bekommt, welcher "ich liebe dich" nie das Wasser reichen kann.

Donnerstag, 14. Mai 2009

Heute Abend noch frei?

(WZ-Kolumne)
So eine schöne Sache, Freizeit. Entspannt einen doch gleich, wenn man nur schon das Wort etwas auf sich wirken lässt, nicht? Mmmh...Freizeit.
Ja ja, so wäre das. Eigentlich. Nur irgendwie scheint mir dieses Wort seit längerem nicht mehr ganz der Wahrheit zu entsprechen. Nein wirklich, es ist ein richtiges Lugi-Wort geworden. Was heisst Freizeit denn im Grunde genommen anderes als freie Zeit, also Zeit, die frei ist, und zwar von möglichst allem? Ich zumindest verstehe das so. Aber ehrlich, solche Zeit gibt es doch kaum noch heutzutage. Im Gegenteil. Sich in der Freizeit Zeit frei zu halten, ist zu einer richtigen Herausforderung geworden. Tagtäglich bombardieren uns irgendwelche Veranstalter mit Anlässen, Festivals, Events, Shows und Erlebnissen, die man „auf keinen Fall verpassen!“ und natürlich auch unbedingt schon jetzt vorausplanen soll. Dazu laden sich viele auch noch allzu oft ungeliebte Freizeit-Verpflichtungen (ein Widerspruch in sich!) auf, nur um...ja warum eigentlich?

Ich habe deshalb schon langsam das Gefühl, dass ich mit meinem Verständnis von Freizeit so ziemlich alleine dastehe. Während ich darauf bedacht bin, bei so vielen Angeboten und Möglichkeiten genug wirklich freie Zeit rüberzuretten, meine ich zu beobachten, wie alle Welt um mich herum krampfhaft versucht, auch noch ihr allerletztes Quäntchen freie Zeit bis oben hin auszufüllen. Warum sie das tun, kann ich mir nicht so ganz erklären, aber ich glaube, sie verwechseln vielleicht „frei“ mit „leer“ oder „sinnlos“ und halten Nichtstun, Nichtunterwegssein, Nichtdabeisein – oder, oh Schreck, gar Alleinsein! - irgendwie für etwas Schlechtes.
Scheint ziemlich verbreitet zu sein, diese Einstellung. Auf die Frage, was man in seiner Freizeit so tue, wird eine Antwort mit weniger als sieben Aktivitäten pro Woche doch schon fast gar nicht mehr akzeptiert. Wer nicht dabei ist, hat keine Freunde, wer nicht verplant ist, ist ein Verlierer und wer nicht unterwegs, ein Langweiler. Die Zeit, die frei wäre, wird gefüllt und schliesslich wird auch aus Freizeit Vollzeit gemacht, obwohl EIN Vollzeitjob doch eigentlich schon genug ist.

Freizeit ist tot! Der Leistungsdruck hat sich längst bis dorthin ausgeweitet. Entspannend ist höchstens noch die Erinnerung an Freizeit und was sie eigentlich wäre.

Freitag, 8. Mai 2009

SPAM!

Ich bin immer wieder dankbar, wenn man mir die Augen öffnet. Wenn man mir Zusammenhänge aufzeigt, die sonst verborgen geblieben wären - übers Leben, die Gesellschaft, über alles! In diesem Sinne möchte ich Addie danken, die ich zwar nicht kenne, die mich aber immer wieder GRATIS mit wertvollen Hinweisen versorgt wie diesem hier, den ich heute Morgen im Posteingang fand:

"Addie - Fettes Essen macht dick"

Mittwoch, 6. Mai 2009

No More Smoke Signals

Gedanken danach.

Nichts berührt mich mehr als das Einfache, Echte. Wo Menschen ohne falsche Absichten, ohne Kalkül einfach zeigen, was sie sind. Nein sie zeigen nicht, sie sind einfach. Und wenn (ausgerechnet!) ein Film dies ohne Verluste zu vermitteln vermag, steht für mich fest, er ist ein Meisterwerk.